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EFI-Projekt „Sustainable Smart Industry“ Projektinhalte

Ausgangssituation

Industrieunternehmen sehen sich heutzutage zahlreichen globalen Herausforderungen gegenüber. Hierzu zählen unter anderem steigende Kundenindividualisierung und Variantenvielfalt, verkürzte Technologie- und Innovationszyklen, intensivierter Wettbewerb und Preisdruck sowie ein dynamischeres wirtschaftliches Umfeld. Die Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung sieht Industrie 4.0 hierbei als zielführende Reaktion und zukunftsweisendes Konzept, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Manche sprechen sogar von einer „vierten industriellen Revolution“, um den bevorstehenden Umbruch industrieller Wertschöpfung durch Industrie 4.0 zu betonen. Im Kern sieht Industrie 4.0 die internetbasierte vertikale und horizontale Vernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligter Akteure im industriellen Umfeld vor. Folglich ist eine interdisziplinäre Untersuchung der Auswirkungen des neuartigen Paradigmas auf die industrielle Wertschöpfung unerlässlich. Bislang hat sich die Forschung jedoch vorwiegend auf isolierte technische Aspekte konzentriert. Daher ist es das Ziel des EFI-Projekts „Sustainable Smart Industry“ und des angeschlossenen Kompetenzzentrums für nachhaltige Industrie 4.0-Modelle, eine umfassende und ganzheitliche Betrachtung sämtlicher ökonomischer, ökologischer, sozialer und technischer Aspekte vorzunehmen.

 

Zielsetzung

Die Ziele des Forschungsprojekts und Kompetenzzentrums umfassen zunächst die Definition eines einheitlichen und gemeinsamen Verständnisses des Begriffs Industrie 4.0. Des Weiteren werden die ökonomischen, ökologischen und sozialen Chancen und Herausforderungen sowie deren Wechselwirkungen und Zielkonflikte analysiert. Weiterhin werden Software- und Hardwareanforderungen und ihr Zusammenhang mit den drei Zieldimensionen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie und Soziales) untersucht. Aus diesen Erkenntnissen entwickeln die beteiligten Forscherinnen und Forscher ein nach unterschiedlichen Unternehmenscharakteristika differenziertes Modell der nachhaltigen industriellen Wertschöpfung. Nachfolgend sind die wesentlichen Ziele kurz zusammengefasst:

  • Definition der Terminologie „Industrie 4.0″ um ein gemeinsames und holistisches Verständnis zu schaffen
  • Untersuchung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Effekte von Industrie 4.0 und deren Abhängigkeiten sowie Wechselwirkungen
  • Analyse des Zusammenspiels zwischen der technischen Rahmeninfrastruktur und allen drei Zieldimensionen der Nachhaltigkeit
  • Erstellung eines nach unterschiedlichen Unternehmenscharakteristika differenzierten Modells der nachhaltigen Wertschöpfung

Zur Erreichung dieser Ziele verfolgt das Kompetenzzentrum folgenden interdisziplinären Forschungsrahmen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktivitäten

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit über Lehrstühle und Bildungseinrichtungen hinweg
  • Veröffentlichung der Forschungsergebnisse auf internationalen Fachkonferenzen und in einschlägigen Fachzeitschriften
  • Konzeptionelle und empirische Forschungsmethoden, u.a. Experteninterviews, Online-Befragungen, Delphi-Studien, etc.
  • Durchführung von Kooperationsprojekten mit der Unternehmenspraxis zur Ableitung von theoretischen und praktischen Implikationen
  • Ringvorlesung/Vorlesungsreihe und Praxisvorträge zu Industrie 4.0 mit namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
  • Vorlesungen und Seminare zu den Themen Industrie 4.0/Industrielles Internet der Dinge, Technologie und Innovationsmanagement, industrielle Wertschöpfung und Nachhaltigkeit
  • Beteiligung am interdisziplinären „Center for Management, Technology and Society“ (CMTS) der FAU
  • Beteiligung an Podiumsdiskussionen und Gastvorträgen sowie Angebot von Workshops
  • Angebot von thematisch relevanten Studien- und Abschlussarbeiten, u.a. in Kooperation mit der Praxis